Ein Stück „Ich“

Veröffentlicht auf von lucas-schreibt

 

Für die meisten Menschen ist es nicht mehr wegzudenken. Es ist selbstverständlich geworden und gehört in den Alltag hinein. Das Smartphone ist die Revolution in Person. Es erleichtert das Leben und macht zudem aber auch abhängig.

 

Es ist wie ein Weltrekord. Ungefähr fünf Jahre hat das Smartphone gebraucht, um die Menschheit zu erobern. Es hat sich seit der Erfindung immer weiter entwickelt und ist grenzenlos erweiterbar. Die alten „Standart-Handys“ haben inzwischen wirklich ausgesorgt und machen Platz für etwas, größeres, ausgereifteres, für etwas mit unendlichem Potenzial. Im Jahr 2007 gab es ca. 122,3 Millionen verkaufte Smartphones weltweit. Letztes Jahr wahren es schon 491,4 Millionen und 2012 werden es womöglich 600-700 Millionen verkaufte Smartphones weltweit sein. Mehr als doppelt so viele Menschen besitzen ein Smartphone als einen Computer, denn was mit dem PC schon lange geht, funktioniert seit neuesten beispielsweise mit einem iPhone oder Samsung Galaxy SIII auch schon. Und nicht nur das, sondern viel mehr.

Als 2007 bei einer Präsentation in San Francisco das erste iPhone und damit wohl das erste Smartphone vorgestellt wurde, sollte sich die Welt von nun an schlagartig ändern. Steve Jobs heißt der Erfinder und ehemaliger Leiter eines der größten technischen Weltkonzerne der Welt- Apple. Immer mehr Handys nahmen zur damaligen Zeit mehr Funktionen auf, als Jobs lieb war, denn er sah darin eine Bedrohung für seinen beliebten und viel verkauften iPod. Der mp3 Player sah damals noch anders aus, als wir ihn heute in seinen verschieden Formen kennen. Die Handys vermochten nun auch das abspielen von Musikdateien und so musste eine Lösung und damit auch ein neues Gerät her – das iPhone. Heute gibt es schon das iPhone 4s mit einer Sprachsteuerung und das nächste befindet sich schon in den Startlöchern. Doch mit der Zeit, war Apple nicht der einzigste Hersteller, der Smartphones verkaufte. Große Firmen, wie Sony, Nokia, BlackBerry und Apples zurzeit größter Konkurrent Samsung, wollten sich auch einen Teil vom großen Kuchen abschneiden. Ein Konkurrenzkampf bahnte sich an und nahm seinen Lauf. Apple räumt immer wieder Patente auf seine Erfindungen ein. Bis heute verklagen sich Apple und Samsung, um eigene Erfindungen und Patente, doch meistens ohne großen Erfolg.

Android traf Apples Betriebssystem iOS vom iPhone mitten ins Herz. Andy Rubin gründete 2003 die Firma, von der nicht weniger bekannt war, als das sie Betriebssysteme für Handys herstellte. Doch in Rubins Android steckte mehr. 2007 kaufte Google seine Firma auf und entwickelte einen würdigen Konkurrenten für das iPhone. Schon im ersten Quartal 2012 nimmt Android über 50% des Marktanteils ein, iPhones iOS an zweiter Stelle mit knapp mehr als 20%. Trotz des erst vor einiger Zeit erschienenem Android 4 nutzen derzeit gerade einmal nur rund 7% Prozent die vierte Generation, der größte Teil liegt mit rund 65% bei der Version 2.3.

Die Funktionen des Smartphones sind vielseitig. Mit den sogenannten „Apps“ - Kurzform für Applikation – stehen dem Smartphone Nutzer immer neue Möglichkeiten offen. Der App Store von Apple bietet derzeit erstaunliche 650.000 Apps zur Verfügung, wo sich Android mit anschließt. Die Anzahl der Apps steigen weiter und der Komfort für die Nutzer auch.

Wer kann heutzutage schon noch auf sein Smartphone verzichten. Jugendliche – junge Erwachsene mit eingeschlossen - und Geschäftsleute sind die größten Nutzer des Multifuntions-Handys. Was wäre die Jugend ohne Facebook? „Ich bin immer erreichbar, wenn irgendetwas ist“. Facebook und das auch noch mobil, jederzeit und überall erreichbar, frei aber abhängig von dem Nachschauen, ob es etwas neues gibt, man könnte ja etwas verpassen. Doch nicht nur Facebook trägt man in seiner Hosentasche mit sich, sondern auch das ganze vom Menschen gesammelte Wissen, des gesamten Planeten. Mit dem mobilen Internet sind E-Mails kein Problem, die Wettervorhersage ist auch mit dabei und Online kaufen mit dem Handy ist auch kein Ding mehr. Radio über das Handy hören, ist schon lange keine Seltenheit mehr, doch Musik erkennen lassen, Klingelton selbst basteln und Musik downloaden, das ist schon praktisch. Die Geschäftsleute können auf dem Weg zur Arbeit mit dem Zug noch an ihrer Präsentation herumschrauben, Statistiken erstellen und im Kalender die nächsten Termine checken.“Wozu hängt da bei mir zuhause noch ein richtiger Kalender herum?“, denken sich viele.

Medium verdrängt Medium.

Das Smartphone unterdrückt immer mehr die gedruckten Medien – digital – das ist der neue Trend unter den Nachrichten. Wer „News“ möchte, egal ob allgemein oder aus Fachzeitschriften bekommt sie in einer einzigen App verpackt, aus den verschiedensten Quellen gefischt. Eigene Kategorien, wie Poltik Wirtschaft, Technik, Internet oder nur Neuigkeiten über Facebook zu erstellen ist keine Schwierigkeit. Sobald etwas Neues in der Welt passiert bekommen Sie in Ihrer Statuszeile sofort eine kleine Meldung – ein Klick und Sie wissen bescheid. Wer zu faul ist eine Zeitung auf dem Weg zur Arbeit zu durchblättern, schaut sich das Ganze einfach auf dem Smartphone an, umblättern mit einer kleinen Fingerbewegung. Ein eigener Zeitungskiosk? So zum Beispiel auf dem iPhone zu sehen. Im Internet kaufen, herunterladen und auf dem Handy ist ein kleiner Zeitungskiosk mit den Lieblingszeitschriften zu entdecken. Bücher, was ist das? Viele Menschen greifen immer mehr auf den Bildschirm zurück. Ganze Bücher werden einfach online für Geld erworben und heruntergeladen. Eine eigene kleine Bibliothek in nur einer Hand. Kompakt, praktisch und einfacher zu handhaben. Wer in dem Urlaub gerne ließt, brauch nicht mehr ganze Bücher mit sich herumschleppen, sondern benötigt nur sein Smartphone.

Fotos, Erinnerungen, Kalender, Kontakte, Nachrichten, Songs, Videos, E-Mails – das Smartphone ist ein Teil von uns geworden. Alle unsere Erinnerungen werden auf diesem Notizblock großen Ding gespeichert, können versendet und geteilt werden, sodass die ganze Familie und der ganze Freundschaftskreis das Neueste von mir weiß. Es fungiert als Fotoapparat und Videokamera zugleich. Ein Bilderbuch ist Vergangenheit, eigene Alben von Bildern im Buchformat erstellen ist Nebensache. Angerufen zu werden wird immer seltener. Ein Telefon ist zum telefonieren da, doch mit dem Smartphone wird auch sehr viel geschrieben – SMS. „Nachrichten zu schreiben ist mir wichtig, aber mit meinem Handy ins Internet zu gehen ist noch wichtiger“. Rund 2500 Textnachrichten erhält ein unter 30 Jähriger pro Monat im Durchschnitt. Diese unpersönliche Übermittlung von Infos wird immer häufiger genutzt, da es auch schneller und einfacher für die Nutzer ist.

Das Smartphone macht uns unabhängig und zugleich abhängig.

Es ist dunkel und Sie können nichts sehen? Schnell eine Taschenlampen-App aus dem Market ziehen und das Smartphone verwandelt sich in ein Taschenlampe.

Wofür wir früher viele einzelne Geräte benötigten, haben wir nun eins. Wozu noch eine Uhr mit sich herumtragen, wenn doch eine in Ihrem Handy steckt, womit Sie auch noch die Zeit stoppen können, erfahren wie viel Uhr es in anderen Städten der Welt ist und gleichzeitig sehen, wie viel Zeit Sie noch bis zu Ihrem nächsten Termin haben. So sieht das auch Celin Lea „Seit ich mein Smartphone habe, besitze ich keine Uhren mehr!“.

Rund 30% aller Berufstätigen in Deutschland sind außerhalb ihrer Arbeitszeit jederzeit erreichbar. Erschreckend und doch war, wie ein einzelnes Produkt die gesamte Menschheit verändert hat. Die ganze Politik und Wirtschaft wird von diesem kleinen Gerät so stark beeinflusst, dass ohne das Smartphone das Chaos ausbrechen würde. Kleinkonferenzen werden über das Handy ausgetragen. Käufe und Verkäufe werden am Smartphone getätigt, Verträge abgeschlossen und Meetings vereinbart. Eilmeldungen, wie zum Beispiel im zweiten Weltkrieg gingen über Chiffriermaschinen, heute sausen sie auf das Handy, wo von dort aus gleich agiert werden kann.

Das Smartphone – unser Zweithirn.

Das Smartphone denkt für uns. Zum Beispiel das erst kürzlich erschienene Schlachtschiff Galaxy SIII von Samsung macht das für Sie. Sobald Sie nicht mehr auf den Bildschirm schauen, schaltet ihr Handy den Bildschirm aus. Oder Sie reden einfach mit ihrem Zweithirn, wie mit einer anderen Person, fragen nach dem Wetter, ob ein Regenschirm nötig ist, wie der Verkehr zur Arbeit aussieht, oder was Sie heute Abend mit ihrem Partner im Kino ansehen können. Ihr Telefon macht das für Sie, was Sie vergessen haben, erinnert Sie rechtzeitig an berufliche Meetings, Trainingszeiten und Arbeitsschichten.

Das Smartphone hat uns fest im Griff, ob man es nun wahrhaben will, oder nicht. Es wird immer ein Bestandteil unseres Lebens sein und sich stetig weiterentwickeln.

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